Für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz – Für einen harten Lockdown für Rüstung, Militär und Abschiebung

Ein bunter Online-Ostermarsch ging am 3.4. „Online“ – getragen von einem Bündnis aus 17 Organisationen – am 19.06. dann Live am Stadtplatz Traunstein

Der für den 3.4. angekündigte Ostermarsch wurde aufgrund der Corona Pandemie mit Reden und Musikbeiträgen online übertragen. Das breite Bündnis bestehend aus Jusos BGL, Jusos Traunstein; Arbeitsgeschwister BGL; Traunsteiner Liste; Evangelische Jugend im Lkr Traunstein; Improve the Climate Marquartstein, DGB Traunstein, Initiative für Flüchtlingsrechte im Lkr Traunstein, Bündnis 90/Die Grünen Lkr Traunstein, VVN-BdA Lkr Traunstein, Fridays for Future Traunstein, Fridays for Future Prien; ÖDP Lkr Traunstein; Henastoibande e.V.; Lautlos e.V.; Die Linke KV Traunstein und die Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg spricht sich für Frieden und Soziale Gerechtigkeit, gegen Abschiebung und Ausgrenzung sowie gegen ignorante Klima- und Agrarpolitik; Aufrüstung, Waffenexporte und Krieg aus.

Die Redebeiträge wurden durch musikalische Beiträge vom Liedermacher Christoph Weiherer und den Samba-Trommlern Vem Comigo aufgelockert.

Josef Parzinger, DGB, sprach für die Jusos der Landkreise BGL und  Traunstein. Für die Jusos sei klar, dass die Welt kein friedlicher Ort sei und sinnlose Kriege zu Tod, Flucht und Vertreibung führen. Dies sei der falsche Weg. Deshalb fordern die Jusos Abrüstung und sprechen sich insbesondere gegen die Bewaffnung von Drohnen und gegen das automatisierte Töten aus. Des Weiteren fordern die Jusos internationale Solidarität zwischen den einfachen Arbeitern. Neben Beenden der Kriege und sozial-ökologischem Umbau der Gesellschaft sowie Bekämpfen der Klimakrise, soll die immer größere Spaltung zwischen Arm und Reich aufgehoben werden.

Luca von Improve the Climate, Marquartstein, erwähnte, dass Fridays for Future von der Presse und Politik fälschlicherweise für tot erklärt worden seien. Im Schatten der Pandemie seien Klimakonferenzen abgesagt worden und klimaschädliche Projekte, wie das Mercosur-Abkommen weiter vorangetrieben worden. Zur Rettung des Klimas bleibe nicht mehr viel Zeit. Die Politik sei blind, denn Klima und Umweltschutz würden sich in diesem System nicht rentieren.

Emma für Fridays for Future Traunstein ging auf die Endlichkeit der Resourcen dieser Erde, einhergehend mit einer Zunahme an Kriegen um Wasser, Öl und Lebensraum, ein. Ein schneller Wandel zu erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft sei unerläßlich für ein friedlicheres und konfliktfreies Leben auf dem Planeten.

Für Friedl von Fridays for Future Prien berge die Klimakrise enormes Konfliktpotential und verstärke Ungerechtigkeiten weltweit. Klimaschutz sei alternativlos.

Ein weiterer Redebeitrag erfolgte durch Dr. Thomas Nototny, Mitglied des Arbeitskreises Flucht und Asyl der IPPNW und der bayerischen Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte.

Laut Herrn Dr. Nowotny werden in unserer Gesellschaft Menschen auf Grund ihrer Religionszugehörigkeit oder Hautfarbe diskriminiert. So würden z.B. tragende Teile der Gesellschaft das Klischee vom habgierigen Juden weiterhin propagieren. Die Familie seiner Mutter habe Deutschland damals verlassen müssen, um der rassistischen und politischen Verfolgung zu entfliehen. Aktuell würden in Deutschland u.a. die Rechte der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge oft grob verletzt. Die Abschiebung von unschuldigen Menschen, die aus unserer Mitte gerissen werden und in eine unsichere, lebensbedrohliche Umgebung wie z.B. nach Afghanistan, verschleppt werden, komme einer Deportation gleich und dürfe nicht zugelassen werden.

Für Manuela Pertl, Initiative für Flüchtlingsrechte im Lkr Traustein, ist es ein Gebot der Humanität, Menschen dort ein Aufenthaltsrecht zu gewähren, wo sie sich ein Leben aufgebaut haben, wo sie persönliche Kontakte haben, eine Ausbildung absolvieren und einer Arbeit nachgehen. Das deutsche Asyl- und Aufenthaltsrecht sei diesbezüglich viel zu unflexibel und atme den Geist von Abschottung und reinen Nützlichkeitserwägungen. Die Initiative für Flüchtlingsrechte lehnt Abschiebungen grundsätzlich ab und fordert eine grundlegende Revision des Einwanderungs- und Asylrechts.

Leon Buchwald sprach für die LINKE Lkr Traunstein. Während für Großkonzerne und Rüstung Unsummen locker gemacht werden, würden die s.g. Soforthilfen durchbürokratisiert und in vielen Fällen immer weiter verzögert. Während die Krankenhäuser und Pflegenden an ihre Grenzen stoßen, sträube sich die Pharmaindustrie weiterhin, Lizenzen der Impfstoffe freizugeben. Beides geschehe im Namen des Profits!

Gisela Sengl, MdL Bündnis 90 die Grünen, ging in ihrem Redebeitrag eingehend auf die 12 Nachhaltigkeitsziele der UN ein.

Ein Grußwort von Konstantin Wecker wurde stellvertretend von Dr. Thomas Schunck, Mitglied der Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg, vorgelesen. Laut Konstantin Wecker sei die Corona Pandemie für viele auch hier eine Plage. Jedoch sei jeder Krieg auf unserer Erde, auch der Krieg, den wir gegen unsere Erde führen und all ihre tierischen und pflanzlichen Mitbewohner, eine unvergleichlich größere Plage.

Dr. Renate Schunck, Mitglied der Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg, erwähnte, daß wir seit 2019 bereits auf eine neue Wirtschaftskrise zusteuern und der Coronavirus als s.g. Brandbeschleuniger wirkt und diese Entwicklung noch verstärkt. Die weltweiten politischen Auseinandersetzungen und Kämpfe um Absatzmärkte und Rohstoffe würden immer aggressiver, Rüstungsausgaben steigen weltweit. Frau Dr. Schunck fordert ein „lock down“ für deutsche und Nato-Soldaten an der russischen Grenze, für deutsche Marine-Soldaten im chinesischen Meer, für jede Kriegstreiberei, digitale autonome Kampfsysteme, die atomare Teilhabe und Pläne für eine gemeinsame europäische Atombombe.

Unter https://www.youtube.com/watch?v=NH5w-_Sz2V0 ist der Ostermarsch 2021 Traunstein weiter abrufbar.

Dr Thomas Schuck

Für das Ostermarschbündnis 2021 / Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg

https://friedensinitiativettt.wordpress.com/

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